Ultra HD Fernseher auf der IFA – Scharfe Aussicht

Mehr als 1.600 Aussteller aus mehr als 50 Ländern präsentierten auf der  diesjährigen Internationalen Funkausstellung in der Landeshauptstadt Berlin ihre Neuheiten. Es gibt viele kleine Trends – doch auch einige sehr große. Ein sehr großes Thema sind bezahlbare und somit günstige TV-Geräte mit UHD-Auflösung. Diese bringen gestochen scharfe Bilder auf Grund einer Erhöhung der Pixel gegenüber dem jetzigen Full-HD Standard. Bis vor ein paar Monaten gab es weder TV-Sender noch Video-Angebote, die diese Inhalte liefern konnten – doch mittlerweile starten erste Streaming-Anbieter wie Netflix oder Amazon Ausstrahlungen im 4K-Format. Auch der Bezahlsender Sky strahlt teilweise Sportereignisse und Konzerte in der neuen ultrahohen Auflösung aus.

hdr foto beispiel hdr fernseher

Mehr als nur die Auflösung

Doch allein eine höhere Auflösung sorgt nicht wirklich für mehr Verkaufe. Immer mehr rückt auch die optisch wahrnehmbare Qualität des Bildes in den Vordergrund. Die Antwort der Industrie ist ein größerer Farbumfang – dadurch kann das Panel lebensechtere und vor allem leuchtender Farben darstellen. Daneben setzten große Hersteller wie Samsung oder Sony auf HDR – auch High Dynamic Range genannt. Diese haben einen deutlich höheren Kontrast und zeigen somit auch Details in sehr dunklen aber auch sehr hellen Bereichen des Bildes. Um auch Fortschritte in der LCD-Technik zu haben setzten die Hersteller auf einen neuen Trick bei dem eine Nanobeschichtung auf der Hintergrundbeleuchtung angebracht wird. Dadurch wirkt das Bild leuchtender und farbechter als ohne diese Beschichtung. Viele Ultra HD Fernseher Test und Review-Portale berichten bereits über eine deutliche Verbesserung der Bildqualität. Alle Testberichten zeigen, dass die Bildqualität deutlich steigt – für den Kunden am sichtbarsten sind die Verbesserung bei HDR-Bildern.

Um HDR-Darstellungen zu ermöglichen muss die Hintergrundbeleuchtung deutlich schlauer sein als bisher. Bislang wurde eine flächige Ausleuchtung verwendet – sprich alle Teile des Bildes wurden gleich hell beleuchtet. Um mehr Details zu zeigen muss die Beleuchtung allerdings verschieden an unterschiedlichen Stellen des Panels sein – eine neue Herausforderung! Deshalb findet man dieses Feature momentan nur bei absoluten High-End-Geräten- diese starten bei rund 1.500 €. Doch HDR Fernseher haben eben deutliche Vorteile gegenüber den jetzigen Geräten – jeder kennt die HDR-Bilder eines iPhones und ist sicherlich begeistert. Testberichte und Kundenumfragen zeigen, dass die subjektiv wahrgenommene Verbesserung bei HDR am größten ist – es ist wirklich ein Kaufargument – mehr als Ultra HD oder 4K.

Testberichte sind wichtig

Wer sich einen neuen Ultra HD TV kauft sollte unbedingt informiert sein. Es gibt momentan so viele unterschiedliche Definitionen. Wichtig ist vor allem welche Standards der neue TV unterstützt. HEVC sollte der TV zum Beispiel unbedingt unterstützen. Auch HDMI 2.0 ist eigentlich ein MUSS – nur dann kann der TV auch Bilder des Computers mit entsprechender Auflösung widergeben. Wer gerne über den TV zockt sollte dies unbedingt beachten. Außerdem wichtig ist die Auflösung – eine Consumer-Auflösung von 3840×2160 ist Pflicht – besser ist die größere und richtige 4K-Auflösung. Informieren Sie sich also genau und schauen Sie nach, ob HDR wirklich das richtige für Sie ist.

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Ultra HD Monitore im Test

Seit dem letzten Jahr ist der Ultra HD Standard fest definiert – inklusive der verwendeten Inhalte. In der ersten Definition, die für die erste UHD-Welle gilt, ist eine Monitor-Auflösung von 3840×2160 Pixel sowie eine Bildwiederholungsrate von 120 Hz festgeschrieben. In der zweiten Entwicklungsstufe soll ein 22.2-Kanal-Ton sowie eine 4:2:2 Farbabtastung für HDR-Widergabe eingeführt werden. Außerdem erhöht sich in der zweiten Evolutionsstufe die Auflösung auf 7680×4320 Pixel. Die momentane Ultra HD Auflösung mit 3840×2160 Pixel wird auch 4K genannt – analog dazu wird die Auflösung der zweiten Stufe 8K heißen. Auch Modelle mit einer 5K Auflösung sind im Gespräch als Zwischenschritt zur 8K-Variante. Erster Hersteller haben schon angekündigt in diese Richtung zu entwickeln.

4k monitore steigen

Da die hohe Auflösung dazu führt, dass mehr Daten übertragen werden müssen, muss auch die Anbindung der Monitore an den Computer angepasst werden. EinUltra HD Monitor Test zeigt, dass zur Widergabe mit 60 Hz bei 3.840 x 2.160 Pixel eine Datenrate von 11 Gbit/s notwendig ist – und das erreicht man nur mit DisplayPort 1.2 oder HDMI 2.0. Mit der Weiterentwicklung des DisplayPorts auf 1.3 sind auch höhere Übertragungsraten möglich um 120 Hertz bei 4K zu realisieren oder sogar bei 5K Monitoren.

Das letzte Jahr war noch relativ ruhig. Es gab nur sehr wenige Monitore mit dieser Auflösung verfügbar und es gab auch nicht viele Testberichte über diese Displays. Dies lag unter anderem an dem wenig verfügbaren Video- und Film-Material sowie der hohen Anforderungen an den PC bzw. die Grafikkarten. Doch in diesem Jahr gibt es bereits mehr als 40 Monitor in Deutschland zu kaufen, die über eine Ultra-HD-Auflösung oder sogar eine echte 4K-Auflösung verfügen.

Besonders spannend ist die durch diese Monitore gewonnene hohe Pixeldichte. Diese liegt bei fast allen Modellen zwischen 130 und 200 ppi. Vor allem auch größere Modele jenseits der 30 Zoll erreichen somit sehr gute Werte. In Sachen Stromverbrauch schenken sich die Geräte wenig mit den Full HD Displays – sie sind auf dem gleichen Niveau.

Interessant dagegen ist die Verteilung der Panel-Typen. Es herrscht eine nahezu 50:50 Verteilung der TN zu IPS Panel – allerdings kommen auch immer mehr VA- sowie PVA-Panel zum Einsatz. Besonders ein Gaming Monitor Testzeigt, dass für das Zocken vor allem TN-Panels geeignet sind – diese bieten einfach eine deutlich schnellere Reaktionszeit. Die Tests zeigen auch, dass TN-Panels immer noch günstiger sind als die besseren IPS-Panels. Der Preisunterschied liegt im Schnitt bei rund 200 € – je nach Zoll-Größe und weiteren Features. Gamer sollten darauf achten, dass der Monitor zu ihre 4K Grafikkarte passt – am besten G-Sync oder Free-Sync Monitore kaufen.

Erfreulich ist das starke Wachstum des 4K-Markts – immer mehr Displays stehen zur Verfügung und somit auch mehr Inhalte und mehr Konkurrenz. Das erfreut vor allem die Kunden – diese können sich auf viele neue Ultra HD Monitore zu immer günstigeren Preisen freuen. Dies bestätigt auch die Stiftung Warentest mit ihren Testberichten. Hoffen wir auf einen wachsenden Markt für UHD Monitore und damit auch einen neuen Preiskampf! 4K für alle lautet die Devise!

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