Ultra HD Monitore im Test

Seit dem letzten Jahr ist der Ultra HD Standard fest definiert – inklusive der verwendeten Inhalte. In der ersten Definition, die für die erste UHD-Welle gilt, ist eine Monitor-Auflösung von 3840×2160 Pixel sowie eine Bildwiederholungsrate von 120 Hz festgeschrieben. In der zweiten Entwicklungsstufe soll ein 22.2-Kanal-Ton sowie eine 4:2:2 Farbabtastung für HDR-Widergabe eingeführt werden. Außerdem erhöht sich in der zweiten Evolutionsstufe die Auflösung auf 7680×4320 Pixel. Die momentane Ultra HD Auflösung mit 3840×2160 Pixel wird auch 4K genannt – analog dazu wird die Auflösung der zweiten Stufe 8K heißen. Auch Modelle mit einer 5K Auflösung sind im Gespräch als Zwischenschritt zur 8K-Variante. Erster Hersteller haben schon angekündigt in diese Richtung zu entwickeln.

4k monitore steigen

Da die hohe Auflösung dazu führt, dass mehr Daten übertragen werden müssen, muss auch die Anbindung der Monitore an den Computer angepasst werden. EinUltra HD Monitor Test zeigt, dass zur Widergabe mit 60 Hz bei 3.840 x 2.160 Pixel eine Datenrate von 11 Gbit/s notwendig ist – und das erreicht man nur mit DisplayPort 1.2 oder HDMI 2.0. Mit der Weiterentwicklung des DisplayPorts auf 1.3 sind auch höhere Übertragungsraten möglich um 120 Hertz bei 4K zu realisieren oder sogar bei 5K Monitoren.

Das letzte Jahr war noch relativ ruhig. Es gab nur sehr wenige Monitore mit dieser Auflösung verfügbar und es gab auch nicht viele Testberichte über diese Displays. Dies lag unter anderem an dem wenig verfügbaren Video- und Film-Material sowie der hohen Anforderungen an den PC bzw. die Grafikkarten. Doch in diesem Jahr gibt es bereits mehr als 40 Monitor in Deutschland zu kaufen, die über eine Ultra-HD-Auflösung oder sogar eine echte 4K-Auflösung verfügen.

Besonders spannend ist die durch diese Monitore gewonnene hohe Pixeldichte. Diese liegt bei fast allen Modellen zwischen 130 und 200 ppi. Vor allem auch größere Modele jenseits der 30 Zoll erreichen somit sehr gute Werte. In Sachen Stromverbrauch schenken sich die Geräte wenig mit den Full HD Displays – sie sind auf dem gleichen Niveau.

Interessant dagegen ist die Verteilung der Panel-Typen. Es herrscht eine nahezu 50:50 Verteilung der TN zu IPS Panel – allerdings kommen auch immer mehr VA- sowie PVA-Panel zum Einsatz. Besonders ein Gaming Monitor Testzeigt, dass für das Zocken vor allem TN-Panels geeignet sind – diese bieten einfach eine deutlich schnellere Reaktionszeit. Die Tests zeigen auch, dass TN-Panels immer noch günstiger sind als die besseren IPS-Panels. Der Preisunterschied liegt im Schnitt bei rund 200 € – je nach Zoll-Größe und weiteren Features. Gamer sollten darauf achten, dass der Monitor zu ihre 4K Grafikkarte passt – am besten G-Sync oder Free-Sync Monitore kaufen.

Erfreulich ist das starke Wachstum des 4K-Markts – immer mehr Displays stehen zur Verfügung und somit auch mehr Inhalte und mehr Konkurrenz. Das erfreut vor allem die Kunden – diese können sich auf viele neue Ultra HD Monitore zu immer günstigeren Preisen freuen. Dies bestätigt auch die Stiftung Warentest mit ihren Testberichten. Hoffen wir auf einen wachsenden Markt für UHD Monitore und damit auch einen neuen Preiskampf! 4K für alle lautet die Devise!